Das Grab

Viele Menschen brauchen für die Trauer kein Grab, sagen sie. Doch ist es nicht selten, dass Angehörige mit einer anonymen Bestattung nicht zurechtkommen. Sie bedauern, ihren Angehörigen anonym, ohne persönlichen Ort des Gedenkens auf einem Gemeinschaftsfeld ohne persönliche Angaben, ohne Namen bestattet zu haben. Ihnen fehlt ein gekennzeichneter, konkreter Bestattungsort zur Trauerbewältigung. Die Möglichkeit, einem Verstorbenen einen Platz zu geben, spielt auch gesellschaftlich eine große Rolle. Noch nach vielen Jahren haben Verwandte, Freunde, Nachbarn das Bedürfnis, die Grabstelle eines einmal mit ihnen zusammenlebenden Menschen zu besuchen.

Trauer braucht einen Ort, an dem man dem Verstorbenen nahe sein kann. Eine anonyme Bestattung ermöglicht dies nicht. Wer sich mit dem Gedanken an eine anonyme Beisetzung trägt – sei es für einen Verstorbenen oder für sich selbst -, sollte dies bedenken. Eine Entscheidung zur anonymen Beisetzung sollte nicht übereilt getroffen werden. Als erfahrene Partner stehen wir Ihnen gerne für Ihre Entscheidungsfindung zur Verfügung.

Meist ist es nicht der Aspekt der gesellschaftlichen Vereinzelung und Vereinsamung, nicht der Gedanke, keine Lebenszeichen hinterlassen zu wollen, sondern eine praktische Erwägung. Oft ist die Entscheidung zum anonymen Grab eng verknüpft mit dem Thema Grabpflege. Im Vordergrund steht dabei die Frage „Wer wird mein Grab pflegen?“ oder auch die Sorge „Ich möchte doch niemandem zur Last fallen“.

Muss pflegefrei gleich anonym bedeuten? Nicht in Karlsruhe! Die Karlsruher Friedhöfe und insbesondere der Karlsruher Hauptfriedhof bieten Ihnen gestalterisch außergewöhnliche Alternativen zur anonymen Bestattung, die eine Verortung der Trauer mit sichtbarer Namensnennung ermöglichen.